Marion Junck – Heilpraktikerin


PN: Frau Junck, auf welche Bereiche haben Sie sich als Heilpraktikerin konzentriert?

„Ich unterstütze besonders Menschen mit Schmerzen und Stresserkrankungen. Dabei geht es in erster Linie um Schmerzreduzierung. Es kommt aber auch vor, dass Stress und mentale Belastungen die Schmerzen verstärken, z.B. bei Migräne oder Gesichtsneuralgie. Aber auch Rückenschmerzen können durch eine mentale Überlastung stärker werden.

Für den nachhaltigen Behandlungserfolg ist es wichtig, mit Stress gesünder umzugehen. Das kann man lernen. Unser Körper sendet Signale, wenn es zu viel wird. Wenn man diese rechtzeitig erkennt und reagiert, kann man Schlimmerem vorbeugen. Auch dabei stehe ich zur Seite: „Sie helfen mir, groß und stark zu sein“ – so hat es eine Patientin mal formuliert.“

PN: Was würden Sie sagen, wo genau liegen Ihre Stärken?

„Im Zuhören. Es ist eine der wichtigsten Eigenschaften bei der Anamnese und in der Heilpraktik generell. Ich habe auch den Eindruck, dass die Menschen gerne mit mir reden. Und dafür nehme ich mir gerne Zeit. Es gibt keine Schmerzen ohne Ursache. Scheinbare Kleinigkeiten können wichtige Hinweise enthalten. Je mehr Informationen ich habe, umso individueller kann die Therapie sein. Dafür habe ich einen sehr ausführlichen Fragebogen für das Erstgespräch entwickelt. Ich bin selbst ehemalige Schmerzpatientin. Die Therapien, die ich anbiete, haben mir geholfen, bis heute ohne Medikamente schmerzfrei zu sein.“

PN: Wie kann ich mir den Ablauf einer Behandlung bei Ihnen vorstellen?

„Das ist sehr individuell und hängt von den jeweiligen Beschwerden ab. Manche Patienten kommen zu mir mit konkreten Behandlungswünschen, die sie vom Angebot meiner Webseite her kennen. Doch es kommt nicht selten vor, dass ich mich mit Hilfe des intensiven und detaillierten Erstgesprächs für einen anderen Behandlungsansatz entscheiden würde. Das erkläre ich und bespreche es mit den Betroffenen und wir treffen gemeinsam eine Entscheidung, wie wir vorgehen.“

PN: Welche Menschen finden den Weg zu Ihnen? In welchen Situationen befinden sie sich?

„Das ist sehr unterschiedlich. Es kommen oft Menschen zu mir, die merken, dass ‚irgendetwas ist‘. Das formuliere ich ganz bewusst so, denn die Betroffenen haben oft schon einen Ärztemarathon hinter sich gebracht, aber es wurde keine organische Ursache gefunden. Trotzdem fühlen sich die Betroffenen nicht fit, sind häufig krank usw. Es ist nichts Dramatisches, aber gesund sein ist anders. Ein Großteil meiner Patienten kommt aus dem Management. Sie finden den Weg zu mir, da sie meinen Lebenslauf kennen. Sie wenden sich an mich, da sie wissen, dass ich den Druck und Stress aus ihrem beruflichen Alltag nachempfinden kann und vertrauen darauf, dass sie gut bei mir aufgehoben sind. Im Zuge dessen bin ich auch immer wieder mal in Unternehmen gebucht, die ihren Arbeitnehmern Strategien mit auf den Weg geben wollen, um Stress zu bewältigen oder zu reduzieren. Es kommen auch Menschen zu mir, die sich in Übergangsphasen befinden, wie z.B. in einer Trauerphase oder wenn sich die Familie neu sortieren muss. Dann gibt es Schmerzpatienten, die sich an mich wenden, weil sie entweder keine Schmerzmittel nehmen wollen oder die Dosis reduzieren möchten und aus diesem Grund alternative Behandlungsmethoden wünschen.“

PN: Wie verhält es sich mit Menschen, die sich in einer Pflegesituation befinden?

„Pflegende Menschen sind eine besondere Gruppe. Ich hatte bis jetzt noch nicht so viele Menschen in meiner Praxis, die aktiv pflegen. Weil der zu pflegende Angehörige absolute Priorität hat. Da wird alles andere hintenan gestellt. Dabei wäre eine ‚Eigenpflege‘, sich um sich selbst kümmern, so wichtig! Es gibt praktische Ansätze, die ich anbieten kann, um die Pflegesituation zu erleichtern. Wenn, dann kommen pflegende Angehörige nach Beendigung der Pflege, mit einem – nach der Belastung nachvollziehbarem – eher niedrigem Energielevel. Ein Teil meiner Begleitung besteht darin, bewusst zu machen, dass es ein Leben vor der Pflege gab. Und dabei zu unterstützen, positive Verhaltensweisen wieder zu reaktivieren.“

PN: Weshalb haben Sie sich entschlossen, Mitglied bei den Pflegenetzwerken zu werden?

„Ein Pflegenetzwerkmitglied, nämlich Ralf Spindler von simsystem GmbH, hatte mich angesprochen und meinte, die Pflegenetzwerke könnten interessant für mich sein. Ich habe dann mal ein wenig auf der Webseite gestöbert und dann mit Herrn Remelius gesprochen, der mich gleich überzeugte. Ich bin einfach gespannt auf all die Möglichkeiten und die Netzwerkpartner!“

Und wir haben schon viele Ideen, wie Sie von den Pflegenetzwerken profitieren können und glauben, dass besonders Ihre Berufserfahrung und methodischen Ansätze einen großen Mehrwert sowohl für die Netzwerkpartner als auch für pflegende Menschen und Pflegepersonal bieten.