Ambulanter Pflegedienst Rheingold


Frau Rhein, seit wann gibt es Ihr Unternehmen?

„Wir sind gerade volljährig geworden, denn vor 18 Jahren haben wir unseren Pflegedienst hier in Mannheim gegründet. Begonnen haben wir mit der klassischen Alten- und Krankenpflege doch im Laufe der Jahre haben wir neue Bereiche für uns erschlossen, wie die Palliativpflege oder zuletzt die Integrationsbegleitung für Kinder, die z.B. an Diabetes Typ1 leiden.“

Wenn wir bei diesem Punkt bleiben: was genau umfasst diese Integrationsbegleitung?

„Um korrekt zu sein: die Begleitung dieser Kinder umfasst eine medizinische Assistenz und Integrationsbegleitung. Derzeit begleiten wir bereits sieben Kinder mit Diabetes und drei werden noch auf jeden Fall hinzukommen. Wir besetzen diese Nische seit Ende 2016. Die Herausforderung für uns als Pflegedienst ist, dass solch eine Begleitung nicht von heute auf morgen gestemmt werden kann. Wir brauchen auch eine gewisse Vorlaufzeit.

Aber generell ist das eine tolle Sache besonders für Menschen, die aus dem Pflegeberuf vorzeitig wegen zu hoher körperlicher Belastung ausgeschieden sind. Ich biete Top-Arbeitszeiten, was in der Pflegebranche selten der Fall ist. Zugelassen sind alle Fachpflegekräfte und selbst medizinische Fachangestellte fallen darunter. Das sind Top-Fachkräfte, die wir unter Vertrag haben, die mit viel Engagement und Freude dabei sind.“ 

Wie sind Sie zu Ihrem Unternehmen gekommen und was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?

„Ich bin gelernte Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch und Französisch. Mein Ex-Mann, mit dem ich das Unternehmen gegründet habe, kommt aus dem Pflegebereich. Er verfolgte Mitte der ‘90er aufmerksam das Thema Pflegeversicherung. Er hatte nebenbei einen 24-Stunden Patienten betreut und kam dann auf die Idee, selbst einen Pflegedienst zu gründen und ich übernahm das Büro und stemmte die Verwaltung.

Mir gefällt am besten an meiner Arbeit der Umgang mit Menschen und damit meine ich sowohl mein Team als auch unsere Kunden. Mittlerweile mache ich ganz viel im Pflegebereich wie Beratung, MDK-Begutachtungen begleiten etc. Zudem unterstütze ich die Patienten bei Antragsstellungen und ich denke, das macht auch nicht jeder Pflegedienst. Manchmal kann das auch mal den Rahmen sprengen, aber gerade, wenn jemand alleinstehend ist, braucht er mehr Unterstützung als andere und das sehe ich als selbstverständlich an.“

Was macht Sie als Pflegedienst besonders?  

„Wir schauen erst mal ganz genau hin, welcher Bedarf der Patienten im Einzelnen hat. Daher ist auch die Beratung sehr ausführlich bei uns. Ganz oft sind Angehörige schon recht kompetent, was das Thema Pflegeversicherung anbelangt aber Betroffene selbst, gerade wenn sie alleinstehend sind, sehen sie häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Die Erfahrung zeigt, dass die Pflegekasse zwar informiert, aber natürlich zunächst einmal nur das Nötigste empfiehlt und nicht das, was vielleicht sinnvoll ist aber mehr Geld kostet. Wir nehmen auch die Angst, ergänzende Pflegeleistungen beim Sozialhilfeträger zu beantragen. Ältere Menschen sind da häufig zurückhaltend. Es gibt Stiftungen, über die man besondere Leistungen erhalten kann und die besonders sozial Bedürftigen unter die Arme greift. Auch da helfen wir. 

Ich bin zudem ständig auf der Suche nach Verbesserungen und versuche die Kernkompetenzen meiner Mitarbeiter zu verbessern und mitunter tut sich die eine oder andere Lücke auf, die noch nicht von anderen Pflegediensten besetzt wurde.“ 

Wo genau kommt Ihr Pflegedienst zum Einsatz?

Eine weitere Besonderheit ist, dass wir uns auf fünf Stadtteile beschränken, nämlich Neckarau, Lindenhof, Rheinau, Almenhof und Neuhermsheim. Wir waren auch hier Pioniere und die ersten, die sich dazu entschieden hatten. Zunächst hatte ich Bedenken, ob ich ausreichend zwischen den einzelnen Ärzten und Anlaufstellen netzwerken kann, so dass wir regelmäßigen Patientenzulauf haben. Die Intention hinter dem Konzept war „Weniger Zeit im Auto und mehr Zeit beim Patienten“. Die Rechnung ging komplett auf. Wir hatten zehn Fahrzeuge, die wären in ganz Mannheim untergegangen. Auf ein kleineres Gebiet konzentriert, werden wir verstärkt wahrgenommen.“

Warum sind Sie Mitglied bei den Pflegenetzwerken geworden?

„Eigentlich hatte ich schon abgesagt. Die Zeit reicht manchmal vorne und hinten nicht. Doch Herr Remelius ließ nicht locker und hat mich schließlich überzeugt, es auszuprobieren.“

Wir sind davon überzeugt, dass Sie mit ihrem Angebot und Ideen ein wertvoller Partner des Netzwerks werden und von unseren gemeinsamen Aktionen profitieren werden.