Anette Halima Borhani – Mobile Physikalische Therapeutin


Seit Geburt an gehörlos hat sie mit sehr viel Engagement, Fleiß und Beharrlichkeit eine Ausbildung zur medizinischen Bademeisterin gemacht: die Grundlage für ihre heutigen Angebote und Tätigkeiten. Sie hat die Fähigkeit des Lippenlesens perfektioniert und neben der Gebärdensprache und deutsch spricht sie sehr gut Englisch und Spanisch. Einige Jahre hat sie in der Schweiz, in England und Lateinamerika gelebt und gearbeitet und ist sehr vielseitig interessiert und stets wissbegierig.

Mobile Physikalische Therapeutin

Nach dem Wechsel in die Selbständigkeit wusste sie, dass sie ein Alleinstellungsmerkmal braucht, um langfristig erfolgreich zu sein. Sie entschied sich für die Mobilität: „Viele Menschen können oder wollen nicht in die Praxis kommen. Ein mobiles Angebot war in der Form damals noch nicht üblich und ist auch heute noch selten. Zu Beginn gab es zwar einige Stolpersteine, aber mit der Zeit wurde es sehr gut angenommen.“ Ihr mobiles Angebot gibt den pflegenden Angehörigen, ihren Patienten und Kunden ein Stück Freiheit und Selbstbestimmung. „Wenn ich zuhause bei Patienten bin, können die Angehörigen auch mal weg. Ich sorge für Entlastung und dafür, dass die Kranken bestmöglich und noch lange einigermaßen mobil sind oder wieder gesund werden, je nach Krankheitsbild.“ Ihre sehr positive, pro-aktive und einfühlsame Art und Weise unterstützt sie dabei, unkompliziert eine Bindung zu ihren Patienten und Kunden aufzubauen, die sehr wichtig für den Erfolg einer Therapie ist.

Neben des mobilen Angebots gibt es selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich in den Praxisräumen vor Ort von Frau Borhani behandeln zu lassen.

Individuelle Therapieansätze führen zum Erfolg

Anette H. Borhani setzt bei ihrer Arbeit auf Individualität: „Jeder Mensch ist einzigartig und erfordert eine besondere Herangehensweise. Mein Beruf ermöglicht es mir, mich auf jeden Menschen einzustellen und herauszufinden, was gerade in der jeweiligen Situation benötigt wird.“ Die Mehrzahl ihrer Kunden und Patienten benötigen kombinierte Angebote wie z.B. Personal Training in Verbindung mit der Dorn-Massage oder Faszien-Training. Durch ihre positive Ausstrahlung und ihre Fähigkeit sich auf die Menschen einzulassen ist Motivation sozusagen ein Selbstläufer. Menschen brauchen in der Regel Anleitung und konkrete Hausaufgaben. Regelmäßige Wiederholungen sind der Schlüssel für die korrekte Ausführung der Übungen.

Fotografie als Hobby und Teil des Angebots

Ständig auf der Suche nach etwas Neuem hat sie für sich das Hobby des Fotografierens entdeckt, das sie auch in ihrer Arbeit einsetzt. Sie fotografiert auf Wunsch ihre Kunden. Sie hat ein besonderes Feingespür entwickelt, die Besonderheiten eines Menschen in der Fotografie festzuhalten, sowohl statisch als auch in einer natürlichen Umgebung. „Das Unaussprechliche ist fast immer auf einer Fotografie ersichtlich. Manchmal sagen Bilder mehr als Worte.“ Für  Patienten eine mögliche Unterstützung für die korrekte Umsetzung von Bewegungsabläufen und für pflegende Angehörige eine wunderbare Erinnerung, wenn der Verwandte nicht mehr unter ihnen weilt.

Mobile Angebote für Unternehmen

Anette Borhani wird auch oft von Unternehmen gebucht. Manche Unternehmen sehen sie als Mitarbeitermotivation oder buchen sie zum Zwecke der Mitarbeiterbindung. Wirbelsäulengymnastik kann dabei als Gruppenangebot wahrgenommen werden oder ein Nordic Walkingkurs, der Spaß macht, der Bewegung dient und gleichzeitig teamfördernd ist. Oder sie zeigt den Mitarbeitern, die lange sitzen Übungen, die sie zwischen den Arbeitsabläufen machen können. Für Mitarbeiter, die gleichzeitig pflegende Angehörige sind, können Sturzprophylaxe-Übungen sowie besondere Hebegriffe den Umgang mit bettlägerigen oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erleichtern.

Warum sind Sie Mitglied bei den Pflegenetzwerken geworden?

„Ich finde die Idee mit den Pflegenetzwerken sehr wichtig und sinnvoll.  Es gibt viele gute Informationen und Vorträge. Hier trifft man viele unterschiedliche Fachexperten aus  pflegenden und medizinischen Bereichen, mit denen man sich austauschen kann. Außerdem halte ich eine gute Vernetzung heutzutage einfach für unabdingbar.“

Auf die abschließende Frage, was ihr am meisten Freude an ihrem Beruf macht kam spontan mit einem Lachen die Antwort: „Die Arbeit mit den Menschen und zudem tut es mir gut, wenn ich z.B. beim Personal Training oder beim Nordic Walking selbst mitmachen kann. Ist doch toll so einen Beruf zu haben, der Spaß macht und so viele Facetten hat, oder?“

Weiter so, Frau Borhani! Wir sind auf Sie gespannt und freuen uns, Sie als Mitglied in den Pflegenetzwerken begrüßen zu dürfen.