ARGU – Holzfachmarkt und Schreinerei


PN: Herr Gutting, erzählen Sie uns doch wenig über Ihr Unternehmen und Ihren Werdegang.  

„Mein Vater hat sich 1965 als Schreiner selbstständig gemacht, und zwar mit sogenannten Deckenkassetten. Zunächst hat er Gipskarton-Platten montiert, doch als nächsten Schritt entwickelte er Kassetten aus Holz. Zur damaligen Zeit war das sehr beliebt, hochwertig und etwas Besonderes. Durch die Verwendung von Flies und Glaswolle wurde die Decke durch die Verwendung der Kassetten auch isoliert, wärme- und schallgedämmt. Daher haben auch einige Tonstudios bei uns Decken in Auftrag gegeben, doch auch in Gaststätten und sogar in einigen Kindertagesstätten wurden sie verwendet.“

PN: Welche Dienstleistungen und Produkte bieten Sie an?

„Nach dem ersten Boom mit den Kassettendecken hat sich der Markt verändert und es gab die do-it-yourself Bewegung in den 70er und 80er Jahren. Die nordische Fichte tauchte auf, die günstig war und gut aussah. Die Kunden waren begeistert und haben auch gerne vieles selbst gemacht. Zudem konnte sich nicht jeder die Kassettendecken leisten. Wir haben uns danach gerichtet und haben diese ‚Wettbewerbsprodukte‘ in unser Sortiment mit aufgenommen. Noch lange vor den Baumärkten haben wir uns auf den individuellen Holzhandel spezialisiert. Da wir Schreiner sind und eine eigene Werkstatt haben, können wir spezielle Kundenwünsche sofort und individuell ausführen. Auch die persönliche Beratung macht bei uns den Unterschied. Heute sind wir gut ausgelastet und ich beschäftige acht Mitarbeiter.“

PN: Welche Dienstleistungen und Produkte haben Sie speziell für Pflegende oder Pflegebedürftige?

„Durch Zufall traf ich vor Jahren den Inhaber der Firma Flexo, die weltweit den ersten flexiblen Handlauf auf einer Schreinermesse in Nürnberg präsentierten. Das hat mich neugierig gemacht und wir sind uns schnell handelseinig geworden. Seitdem beziehen wir die Handläufe und montieren sie genau nach DIN-Vorgaben, was nur die wenigsten wirklich machen. Das ist besonders für einen eventuellen Haftungsfall von außerordentlicher Wichtigkeit. Und darauf sind wir wirklich besonders stolz, denn hierbei sind wir Vorreiter. In der DIN-Norm stehen Punkte, die leider oft missachtet werden. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Handläufen, da es ganz unterschiedliche Anforderungen gibt. Sie können im privaten Bereich, in einer Pflegeeinrichtung, beim Arzt oder wo auch immer ihre Verwendung finden.

Des Weiteren haben wir Rampen im Sortiment, die wir selbstverständlich ebenfalls exakt nach DIN-Norm montieren. Wir können Sie im Haus oder außerhalb anbringen, ganz wie es der Kunde wünscht. Die Rampen können aus Kunststoff, aus Metall oder anderen Materialien sein. Wir sind in der Hinsicht etwas anders aufgestellt als Händler, die selbst keine gelernten Handwerker sind und ebenfalls Rampen im Sortiment haben. Wir können auch schwierige Voraussetzungen für die Montage einer Rampe besser handhaben. Zudem bin ich zertifizierter Wohnberater und habe noch eine Zusatzausbildung zum Sachverständigen für barrierefreies Planen und Bauen.“

PN: Warum sind Sie Mitglied bei den Pflegenetzwerken geworden?

„Ich finde das eine gute Sache direkt mit Menschen in Kontakt zu treten, die etwas mit Pflege zu tun haben und Unterstützung brauchen. Wir möchten natürlich auch unser Geschäft weiter ausbauen, aber eine soziale Ader haben wir eben auch und wenn man Geschäfte machen kann und parallel noch etwas Gutes tut indem man Menschen in schwierigen Situationen unterstützt gibt es auch uns ein gutes Gefühl.“

Das finden wir auch und daher freuen wir uns sehr auf den neuen Netzwerkpartner ARGU, der frischen Wind und Ideen mitbringt und zudem auch aus einem schönen Teil unserer Region kommt – nämlich der Pfalz.