Juergen Stuber – Haushaltsauflösungen


Frau Stuber, Sie sind die Tochter und werden einmal das Unternehmen weiterführen. Welches sind die Kernkompetenzen des Unternehmens?

„Im Mittelpunkt stehen Haushaltsauflösungen und alle Dienstleistungen am Objekt selbst, wie z.B. Entkernungen, Vorbereitungen für Renovierung und Sanierung. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Mietlagerungen. Wenn man sich wohnlich verkleinern möchte und kann nicht alles mitnehmen, bieten wir die Möglichkeit der Zwischenlagerung an. Somit müssen sich Betroffene nicht gleich entscheiden, wenn sie emotional an den Dingen hängen, ob sie etwas weggeben, veräußern oder gar wegwerfen möchten. Aber manchmal wissen sie auch gar nicht, was genau sie alles haben und wir weisen sie daraufhin, wenn sich etwas in ihrem Haus findet, von dessen Wert sie nichts wussten.“

Woher kommt der Bezug zur Pflege und zu Menschen, die in besonderen Lebensphasen praktische Unterstützung benötigen?

„Tatsächlich ist mein Vater gelernter Bestatter und Matrose, meine Mutter ist gelernte Alten- und Krankenpflegerin. Ich selbst bin Speditionskauffrau und mein Mann Anlagenmechaniker. Wir alle sind immer mit von der Partie, wenn wir nicht nur unsere Dienstleistungen ausführen können, sondern auch das ein oder andere Mal auf der Gefühlsebene Menschen beistehen dürfen.“

Was macht die tägliche Arbeit für Euch aus?

„Das kreative Element. Kein Tag ist wie der Andere. Uns gefällt einfach alles an unserer Arbeit. Täglich werden wir mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die es zu lösen gilt und alleine das ist schon Ansporn genug. Wir arbeiten auch viel mit ganz unterschiedlichen und erprobten Partnern zusammen, wie z.B. der Stadt Mannheim und haben im Zuge dessen mit Gerichtsvollziehern, dem Sozialamt oder amtlich eingesetzten Betreuern zu tun. Wir sorgen dafür, dass alles von A bis Z schnell und zuverlässig erledigt wird und unsere Kooperationspartner wissen, dass wir qualitativ hochwertige Arbeit ausführen. Nachdem wir unseren Auftrag erledigt haben, müssen sie nicht mehr nachkontrollieren, denn wir haben schon selbst an unsere die höchsten Anforderungen und das wissen sie.“

Worin besteht das Besondere des Unternehmens Jürgen Stuber?

„Alles was wir tun wird transparent an alle Beteiligte kommuniziert. Unsere Angebote sind übersichtlich und strukturiert dargestellt. Aber auch das Zwischenmenschliche ist uns sehr wichtig und wir versuchen uns immer an die Stelle unserer Kunden zu versetzen. Wir möchten ja auch im Alter respektvoll und zuvorkommend behandelt werden. Wir begleiten besonders ältere Menschen auf diesem doch manchmal sehr emotionalen Weg. Nicht selten werden wir ab und an von unseren Kunden nach Auftragserledigung angerufen, um einfach mal nur zu reden. Das macht uns aus – auch nur mal Dasein und Zuhören. Jeder Kunde ist individuell und seine Bedürfnisse und Wünsche werden einzeln von uns bewertet und entsprechend bearbeitet. Unter anderem beraten wir die Kunden auch dahingehend, welche Behördengänge vielleicht noch zu erledigen sind und welche Ansprüche sie haben.“

Welche besonderen Angebote gibt es noch bei Euch?

„Wenn der Kunde bei der Haushaltsauflösung von Gegenständen trennen möchte, kann es auch gut sein, dass wir selbst daran interessiert sind und sie aufkaufen. Diese Dinge finden ihren Platz in unserer Lagerhalle und hier findet regelmäßig jeden Donnerstag zwischen 12.30 und 18.30 ein Lagerverkauf (‚Gug e mol‘) statt. Hier kann der Interessierte den ein oder anderen Schatz noch finden.

Wir unterstützen aber auch beim barrierefreien Umbau. Wir sind aktive Partner der mobilen Wohnberatung, die vor Jahren von der Mannheimer Handwerkskammer erstmalig im Bundesgebiet ins Leben gerufen wurde. Falls jedoch etwas nicht in unseren Kompetenzbereich fällt, geben wir die Anfrage an die Handwerkskammer weiter und die finden wiederum den passenden Dienstleister. Wir sind aber auch generell sehr gut vernetzt und haben langjährige Partner für Dienstleistungen, die wir nicht ausführen dürfen, wie z.B. die Demontage von Gas-Wasserinstallationen. Aber der Vorteil für den Kunden ist, dass er immer nur uns als Ansprechpartner hat.

Des Weiteren eröffnen wir im September 2019 in Mannheim (Adresse: 07,22) ein Juweliergeschäft. Schmuck ist seit Jahren die Leidenschaft meines Vaters und gemeinsam mit einem langjährigen Geschäftspartner eröffnen sie ein Geschäft, wo man alten Schmuck hinbringen kann und verkaufen kann. Oder man lässt sich von alten Erbstücken etwas Neues zaubern, so dass man immer noch ein schönes, aber zeitgemäßes Erinnerungsstück hat. Wir bieten auch hier einen mobilen Service an, d.h. wir kommen vorbei und schauen uns den Schmuck vor Ort an und geben eine Einschätzung ab. Generell wird aber nicht gleich das Geschäft abgewickelt, sondern erst nach ein oder zwei Tagen. Dann kommen wir auch gerne vorbei und holen den Schmuck ab, so dass die älteren Herrschaften nicht damit unterwegs sein müssen.“

Weshalb habt ihr Euch entschlossen, Mitglied bei den Pflegenetzwerken zu werden?

„Wir verstehen solch ein Pflegenetzwerk als Unterstützung für eine perfekte Vor- und Nachsorge in jeder Lebenslage für pflegende Menschen und Betroffene. Genau das, was unser Hauptinteresse ist. Wir hoffen, dass wir für viele Bereiche Partner finden können, die wir auch unseren Kunden guten Gewissens weiterempfehlen können. Wir finden die Idee toll und erhoffen uns gute Ideen und Kooperationen.“

Wir freuen uns auf dieses Mannheimer Unternehmen, das nicht nur das Herz am rechten Fleck hat, sondern einen Bereich an Dienstleistungen abdeckt, die besonders wichtig sind, wenn sich Wohnsituationen und somit auch das ganze Leben ändert.