Naturheilpraxis – Natalija Wagensommer


Nach einem etwas holprigen Start in meine eigene Woche, und ich gebe zu ein klein wenig gestresst, habe ich Frau Wagensommer in ihrer Praxis in der Neckarstadt besucht. Ruhig gelegen und mit einer hervorragenden Anbindung direkt am Neuen Messplatz in Mannheim, gibt es schon mal keine Parkhürden oder längere Wege zu Fuß zurückzulegen. Kaum bin ich in der Praxis, merke ich, wie ich mich anfange zu entspannen. Aber nicht allein durch die Atmosphäre im Behandlungszimmer, sondern durch die angenehme und beruhigende Art von Frau Wagensommer und somit freue ich mich auf ein anregendes Gespräch.

Frau Wagensommer, was hat Sie zur Homöopathie gebracht?

„Mein Sohn litt an Neurodermitis. Wer diese Krankheit kennt weiß, dass sie nicht nur den Kranken selbst stark einschränkt, sondern auch die ganze Familie darunter leidet. Mit der klassischen Medizin waren wir irgendwann in einer Sackgasse. Wir hatten nichts zu verlieren und probierten es mit der Homöopathie. Es hat funktioniert. Ich selbst bin gelernte Krankenschwester und nach dem Behandlungserfolg bei meinem Sohn habe ich gewusst, dass ich mich mit der Homöopathie auch beruflich beschäftigen wollte und ich begann eine Ausbildung zur Homöopathin. Meine Tätigkeit nahm ich 2009 auf, praktiziere seit dieser Zeit und bilde mich zudem regelmäßig weiter. Eine gewisse Disposition zur Naturheilkunde hatte ich schon in meiner Heimat in Bosnien durch meine Großmutter erfahren, die mir schon früh die Heilkräfte verschiedener Pflanzen übermittelte. Somit war es eigentlich schon fast logisch für mich, den Weg der Homöopathie und Naturheilkunde einzuschlagen.“

Junge Menschen liegen ihr besonders am Herzen 

Sie hat entschieden, sich zu spezialisieren. In den letzten Jahren hat sie sich vornehmlich um Kinder, Jugendliche und Frauen gekümmert und regelmäßige Weiterbildungen absolviert. Oftmals kämen Eltern mit ihren Kindern in der Praxis aus demselben Grund, wie sie damals, als sie mit ihrem Sohn auf der Suche nach Hilfe war. Viele seien mit ihren Nerven am Ende und wenn sie in der Situation allen Beteiligten helfen könne, fühle sie sich gut dabei. In den letzten Jahren hatte sie besonders viele junge Patienten mit Hautkrankheiten und Husten in ihrer Praxis behandelt. Kinder seien heute nicht mehr so abgehärtet wie früher und auch eine zunehmende Umweltbelastung habe einen Einfluss auf die Gesundheit eines jeden Menschen.

Frauen durchleben mehrere einschneidende Lebensphasen  

Frauen haben vieles im Leben zu tragen und sind emotional unterschiedlichen Extremsituationen ausgesetzt. Sei es durch die Geburt von ihren Kindern oder einem unerfüllten Kinderwunsch. Eine Situation, die sehr belastend sein kann und auf die sich die Homöopathin unter anderem spezialisiert hat. In der zweiten Lebensphase folgen eventuelle Pflegesituationen in der Familie, die traditionell immer noch vorwiegend Frauen tragen oder das leidige Thema der Wechseljahre. All diese Situationen könne man gut mit Homöopathie in den Griff bekommen, meint Frau Wagensommer. Des Weiteren bietet sie die therapeutische Frauenmassage an – eine Verbindung lymphatischer, energetischer und osteopathischer Aspekte. Gerade bei diesem Thema ist ein breites Lächeln auf dem Gesicht der Homöopathin zu sehen, was mich sofort dazu verleitet nachzufragen: “Ich finde es einfach schön, wenn ich merke, dass die Frauen nach der Massage entspannt und zufrieden sind. Dass ich ihnen helfen kann verschafft mir ein gutes Gefühl.“ Daneben behandelt sie auch den Bewegungsapparat nach der Stefanssonmethode. Die Nebenniere, die Leber und die Schilddrüse sind Organe, die sie oft behandeln muss. „Auch wenn ich mich auf den Bereich der Heilkunde für Kinder, Jugendliche und Frauen spezialisiert habe – natürlich sind Männer ebenfalls herzlich in meiner Praxis willkommen.“

Homöopathie ist wieder verstärkt unter Beschuss geraten

Sie ist eine überzeugte Homöopathin aber keine Missionarin. Ich merke, wie sie ihre Worte in unserem Gespräch bewusst wählt, wenn es um die Homöopathie und deren Wahrnehmung in der Gesellschaft geht. Sie habe das Empfinden, dass Homöopathie noch stärker als früher in den Fokus der Politik und der Wirtschaft rückt – leider nicht immer in positiver Hinsicht. Um dem entgegenzutreten, habe sie sich mit einigen Kollegen aus dem Rhein-Neckargebiet zusammengeschlossen, um über die Homöopathie und ihre Möglichkeiten aufzuklären. Es schiene, als ob zunehmend mehr Menschen sich der Homöopathie aus verschiedenen Gründen zuwenden würden und das gefällt wohl nicht jedem. „Homöopathie ist bei weitem mehr, als nur ein paar Kügelchen zu schlucken oder ein paar Tropfen einzunehmen. Bevor ich das richtige Medikament für meine Patienten auswählen kann setze ich zwischen ein bis zwei Stunden der Erst-Anamnese an und danach eine intensive Nachbearbeitung. In meinen Sprechstunden beschäftige ich mich intensiv mit jedem Patienten oder Patientin.“

Warum sind Sie Mitglied bei den Pflegenetzwerken geworden?

„Ehrlich gesagt, ich wollte selbst nicht in die Pflegenetzwerke eintreten. Noch ist mir nicht ganz klar, wo mein Platz hier sein sollte. Aber mir wurde die Mitgliedschaft für ein Jahr von meinem Bruder geschenkt. Ich lasse es einfach mal auf mich zukommen.“

Wir finden, Frau Wagensommer, Sie sind auf jeden Fall eine Bereicherung für die Pflegenetzwerke und wir sind sicher, dass Sie eine spannende Zeit mit uns haben werden und ihren Platz finden werden. Ein herzliches Willkommen bei den Pflegenetzwerken Rhein-Neckar!