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KOMPETENTER PARTNER RUND UM DIE PFLEGE
Ein Ziel, ein gemeinsamer Weg

Es geht einfach nicht mehr zuhause


Falls möglich, besonders wenn man seine eigenen vier Wände hat, sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen, wie man einer Pflegebedürftigkeit begegnen kann: Ist Barrierefreiheit gewährleistet? Hat man in einem Einfamilienhaus eventuell die Möglichkeit einen Treppenlift einzubauen oder die Zimmer anders zu gestalten? Wenn Sie jetzt ein Haus bauen, denken Sie voraus, und planen diese Möglichkeit ein – auch wenn es vielleicht manch einem jungen Menschen seltsam scheint.

Gerade das Wohnthema sollte man rechtzeitig thematisieren, besonders falls ein Pflegefall plötzlich eingetreten ist. Man sollte es anderen Familienangehörigen rechtzeitig kommunizieren, wenn man das Gefühl bekommt, man kann es nicht mehr alleine stemmen. Das bedeutet nicht sofort einen Umzug ins Pflegeheim.  Oftmals reicht es zunächst aus, sich eine Haushaltshilfe zu organisieren oder einen Pflegedienst. Die Zauberworte sind: Delegieren und Aufteilen! Falls Sie noch Verwandte, Freunde oder hilfsbereite Bekannte haben, versuchen Sie Tätigkeiten zu verteilen oder zu delegieren. Setzen Sie sich zusammen, halten Sie ‚Familienrat‘ und versuchen Sie gemeinsam konstruktive Lösungen zu finden. Seien Sie kreativ und scheuen Sie sich nicht, Dinge einfach mal auszuprobieren. Nicht immer klappt alles sofort. Manchmal braucht es ein paar Anläufe.

Im Falle von Demenzkranken ist die Entscheidung allerdings oft schwierig: Das eigene Zuhause ist schon automatisiert im Gedächtnis gespeichert. Zumindest im Unterbewusstsein sind die Örtlichkeiten wie Lichtschalter etc. verankert. Soll der Demenzkranke aber in der letzten Phase der Demenz umziehen, kann es zu großen Verunsicherungen und seelischen Erkrankungen kommen.

Aber es kann auch positiv sein: Der kranke Mensch bekommt vielleicht mehr Aufmerksamkeit im Pflegeheim. Er ist ‚versorgt‘ und somit kann der Angehörige sich mehr und ausschließlich um den Pflegebedürftigen kümmern und hat keine allzu großen organisatorischen Sorgen mehr.

Verstehen Sie mich richtig: Die Situationen, die ich beschreibe, können jeweils gänzlich anders aussehen. Ich gehe nur von vereinzelten Beispielen aus. Das Wichtigste ist immer: sprechen Sie über die Situation, versuchen Sie Lösungen zu finden und nehmen Sie die Emotionen und Bedenken der einzelnen Personen wahr.