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KOMPETENTER PARTNER RUND UM DIE PFLEGE
Ein Ziel, ein gemeinsamer Weg

Mir wird alles zu viel


Das ist zwar sehr heldenhaft, aber man läuft mit so einer Haltung schnell Gefahr, dass man sich übernimmt. Die meisten Menschen, die sich bewusst zur Pflege eines nahestehenden Menschen entschieden haben, tun deshalb alles was sie tun mit einer großen Leidenschaft, die im Gegenzug oft Leiden schafft. Grenzen werden oft nicht gesetzt und somit wird selten der Punkt erkannt, an dem man die Reißleine ziehen sollte. Wenn Sie selbst nicht erkennen, in welch einem Sog Sie sich befinden hören Sie wenigstens auf Ihre Umwelt. Es gibt oft Freunde, die sich um Sie sorgen und die besser sehen, wann es zu viel ist.

Das Wichtigste ist: Sprechen Sie mit anderen und versuchen Sie gemeinsam Lösungen zu finden, wie Sie selbst entlastet werden können. Bitten Sie um Hilfe, denn Hilfe wird selten angeboten, wird aber bereitwillig gegeben, wenn Sie darum bitten. Denken Sie auch daran, Ihre Krankenkassen zu kontaktieren. Es gibt Kuraufenthalte für pflegende Angehörige. Zukünftig soll pflegenden Angehörigen der Zugang zu stationären Reha-Leistungen erleichtert werden. Die Krankenkassen müssen für die Zeit der Rehamaßnahme eine anderweitige Betreuung finanzieren oder die Kosten für die gleichzeitige Betreuung der pflegebedürftigen Person in der Rehaeinrichtung übernehmen.

Wenn Sie aber gemeinsam Urlaub machen wollen gibt es Unternehmen, die sich auf Urlaube für pflegende Angehörige gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen spezialisiert haben. Dafür gibt es die Verhinderungspflege, die Sie beantragen können, sobald eine Pflegegradeinstufung vorliegt.

Mehr darüber erfahren Sie bei den jeweiligen Pflegestützpunkten und den Pflegekassen. Suchen Sie sich aber auch eine Gruppe Gleichgesinnter. Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige gibt es fast in jeder Stadt oder wenn Sie auf dem Land wohnen, schauen Sie im Internet nach, ob es ein solches Angebot auch online gibt, wenn nicht vor Ort.

Denken Sie immer daran: nur ein gesunder pflegender Angehöriger kann gut pflegen und hilft sowohl sich selbst als auch dem Kranken. Es hilft niemandem, wenn Sie aufgrund zu hoher Belastung irgendwann nicht mehr sogar für sich selbst sorgen können.