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Privatsphäre in der Pflege – Eine Herausforderung für alle Beteiligten


Ich möchte an dieser Stelle jedoch weniger die Privatsphäre in Bezug auf unsere Gesundheitsdaten ansprechen, sondern die Intimität, die besonders bei einer körperlichen Pflege wichtig wird. Ich hätte mir zum Beispiel niemals vorstellen können, meine Mutter zu waschen oder gar ihre Extremente zu beseitigen. Das war für mich immer eine Tabuzone. Aber siehe da, wenn man muss, dann geht manchmal auch das.

Allerdings kann und möchte das trotzdem nicht jeder und das müssen alle Betroffenen respektieren. Hier sollte das offene Gespräch gesucht werden, denn die Wünsche des Kranken müssen nicht mit den Vorstellungen der Pflegenden übereinstimmen und umgekehrt. Falls Sie mehrere Angehörige in der Familie haben, Sie aber die hauptpflegende Person sind, sprechen Sie bitte mit allen über diese Situation. Vielleicht fällt es jemandem leichter eine Körperhygiene am Kranken zu übernehmen und dafür kann wieder eine andere Aufgabe von den anderen übernommen werden.

Zu guter Letzt kann auch ein Pflegedienst hinzugezogen werden, der diese Aufgaben übernimmt. Diese Tätigkeiten sind emotional sehr schwierig, nicht nur, da sie eine imaginäre Grenze (Intimpflege) überschreiten. Hier kommen noch viele andere Faktoren ins Spiel wie persönliche Scham, verschiedene persönliche Beziehungsgrade (Ehepartner, Eltern, Kinder etc.), Geschlechter (nicht jede Frau möchte von einem Mann gewaschen werden und umgekehrt) und vieles mehr.

Dieser Teil der Pflege ist in meinen Augen oft der Schwierigste. Besonders die Überwindung dieses Thema anzusprechen. Geben Sie sich aber einen Ruck. Wenn es einmal auf den Tisch kommt und ausgesprochen ist, wird es einfacher und manchmal tun sich wundersame Lösungen auf.