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Wie ernährt man sich im Ausland?


Laut einer groß angelegten internationalen Studie von 2017 kann fast jeder fünfte Todesfall weltweit auf ungesunde Ernährung zurückgeführt werden. Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf Platz 38 von 195 untersuchten Ländern. Israel, Frankreich und Spanien landen ganz weit vorne, nämlich auf den Plätzen 1-3.

Kohl, Rote Beete und Kartoffel – was braucht der Mensch mehr?

Je nach Land, Klimazonen und geographischer Lage haben die unterschiedlichen Kulturen entweder sehr viel vitamin- und nahrhafte Nahrung zur Hand oder sind eher in der Vielfalt eingeschränkt. Aber auch diese Völker wissen sich normalerweise zu helfen.  Nehmen wir mal die nordeuropäischen Ländern und gehen hoch bis zum Polarkreis: in den Wintermonaten ist die Vielfalt an vitaminreichen Lebensmitteln stark eingeschränkt. Aber gerade in Russland setzt man besonders auf dem Land auf den nahrhaften Kohl, rote Beete und Kartoffel. Die Nahrungsmittel gibt es entweder als Salat, Suppe oder Beilagen. Besonders in Osteuropa schwört man zudem auf den Kohl als Mittel gegen Gelenkschmerzen. Nachts wird das schmerzende Gelenk mit einem Blatt Kraut umwickelt und schon morgens ist der erste Effekt eingetreten. Was auch sehr wichtig in der Küche dieser Länder ist sind Beeren, die überall wachsen. Sie werden entweder zu Sirup oder eine Art Marmelade gerührt, die man zum Tee trinkt. Es wird besonders auf den Effekt von  ‚Himbeermarmelade‘ (Russ. Übersetzung: Малиновое варенье) oder Sandorn (Russ. Übersetzung: Облепиха) insbesondere bei Erkältungskrankheiten gesetzt.

Honig – in jeder Form

Auch ganz wichtig: Honig. Seit Jahren gibt es in Moskau regelmäßig einen Honigmarkt. Imker kommen aus der ganzen Russischen Föderation zusammen, um ihren Honig und Honigprodukte zu verkaufen. Gerade Rentner glauben fest an die Heilkraft des Honigs. Da sich viele keinen Arzt und Medikamente leisten können wird die Gesundheit vorwiegend mittels Ernährung und Hausmittel geregelt. Aber auch in der Türkei wird Honig zum Beispiel bei den Desserts verwendet. So manch einer hat bestimmt schon das wunderbare ‚Baghlava‘ beim Türken um die Ecke genossen. Mit einer Tasse Schwarztee ein Genuss!

Der Kaukasus – eine Region, in der es viele alte Menschen gibt

Im Kaukasus hingegen herrscht eine enorme Vielfalt an Obst und Gemüse vor. Dort ist es auch ganz und gäbe, dass man zum Essen ‚Grünes‘ bestellt. Das sind neben Gurken und Tomaten alle möglichen frischen Kräuter, die Büschelweise gegessen werden: Dill, Estragon, Kaukasisches Basilikum, Koriander, Petersilie u.v.m. Besonders wichtig ist in der georgischen Küche die Anwendung von Gewürzen, Kefir und Matsoni (eine Art Joghurt). Der Kefir hat nicht nur heilende sondern auch jugendbringende Eigenschaften und man sagt ihm nach, dass man durch regelmäßigen Kefirverzehr lange lebt.
Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Vor allem die sogenannte ‚Zivilisation‘ und die enorme Bandbreite an Lebensmitteln (und vor allem industriell verarbeitete Lebensmittel) bringt auch Disbalance in den Alltag der Menschen. Wo man früher noch wenig hatte, waren die  Nahrungsmittel auch gesünder. Mit dem zunehmenden Wohlstand nahm auch der Fleischverzehr zu.

In Osteuropa hat man wenigstens durch die heute akzeptierte orthodoxe Kirche wieder den Weg zum Fasten gefunden. Die Fastenzeit in der Orthodoxie kann man mit einer veganen Ernährung vergleichen, denn tierische Lebensmittel sind Tabu auch die, die von Tieren produziert wurden. Das bringt eine gewissen Ausgleich und hilft, den Körper zu entschlacken.

Und wie sieht es in den arabischen Ländern aus?

In den arabischen Ländern, besonders in Ballungsgebieten und Städten, haben vor allem der Zucker und Weißmehl ihren festen Bestandteil in der Ernährung gefunden, was zu einer großen Zahl von übergewichtigen Menschen führt. Bereits bei Kindern ist starkes Übergewicht festzustellen. Diabetes und Herzerkrankungen sind dort leider die Regel. Man könnte die Liste der einzelnen Länder hier unendlich lange fortsetzen. Das Wichtigste jedoch ist das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu schaffen, egal wo Menschen leben und jedem die Möglichkeit geben, teilzuhaben an einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.