Waltraud Gehrig – Kommunikationsberatung


Nach dem Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaften und der russischen Sprach- und Literaturwissenschaften an der Universität Mannheim hat es Waltraud Gehrig in die weite Ferne gezogen. „Ich war einfach nur neugierig auf andere Länder und Menschen, wollte viel erleben. Vor allem aber hat es mir der Osten angetan.“ Das Ergebnis waren: über 12 Jahre Leben und Arbeiten in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, des Balkans und des arabischen Raums.  Eine Rückkehr nach Deutschland war in der Lebensplanung nicht vorgesehen.

Die einstige Lebensplanung wird hinfällig  

Doch wie so oft kommt es anders, als man denkt. Der Vater verstarb nach einem schweren Krebsleiden und zudem erkrankte die Mutter an Demenz. Es gab nur die Möglichkeit, wieder nach Deutschland zurückzukehren, um die Betreuung und Pflege der Mutter zu übernehmen. Jahrelang kümmerte sie sich um ihre pflegebedürftige Mutter, deren Demenzerkrankung in den letzten Jahren zugenommen hatte und die Pflege daher zunehmend anspruchsvoller wurde und sehr viel von allen Beteiligten abverlangte.

Besonders zu Beginn kann man als pflegender Angehöriger mit der Pflegesituation überfordert sein, egal wie fest man im Leben steht. Viele pflegende Angehörige fühlen sich mit der Situation allein gelassen, obwohl es zunehmend mehr Anlaufstellen gibt. Aber Informationsbeschaffung alleine ist nicht ausschlaggebend sondern wie man mit Information und der Situation an sich umgeht und Bedürfnisse kommuniziert.

„In allem Schlechten ist auch etwas Gutes“ 

Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Pflege‘ und eigener Praxiserfahrung hat sich die Kommunikationsexpertin entschlossen, dem Thema Pflege und wie man damit umgeht mehr als nur ein paar Artikel oder Vorträge zu widmen. „In Russland sagt man: In allem Schlechten ist auch etwas Gutes. Meine Auslandserfahrung haben mich entscheidend geprägt. Ich habe ja nicht nur in diesen Ländern gearbeitet, sondern ich bekam auch einen Einblick in unterschiedliche Bereiche dieser Kulturen. Besonders bereichernd für mich war es zu erleben, wie Menschen dort mit den Themen Krankheit und Pflege, aber auch mit dem Thema Tod umgehen. Das war doch sehr anders als bei uns in Deutschland – viel selbstverständlicher und mit weniger Tabus belegt.“

Entstanden ist das vielseitige Training ‚Kommunikation rund um die Pflege‘. Es gibt viele Antworten auf Fragen, die sich dem Pflegenden stellen und gibt die Möglichkeit Perspektiven zu wechseln. 

Mehr darüber können Sie auch hier auf dieser Webseite erfahren.