Yves Remelius – Versicherungskaufmann


„Schon in meiner Kindheit mit fünf Jahren kam ich mit dem Pflegethema in Berührung. Mein Vater, ein Psychologe von Haus aus, nahm mich in eine Behinderteneinrichtung mit. Das war erst mal wirklich komisch für mich aber ein bleibendes Erlebnis.“ Aber bei diesem Erlebnis blieb es nicht. Herr Remelius ist ein Familienmensch, das hört man bei unserem Gespräch immer wieder raus. Er hatte ein sehr enges Verhältnis zu seiner Großmutter, die im Jahre 2000 ins Pflegeheim kam. Zu dieser Zeit hatte sich Herr Remelius bereits mit dem Pflegethema in Form von Absicherung auseinandergesetzt. Er war auch später viele Jahre im Gesundheitsmanagement tätig. Immer wieder kam er mit dem Thema in Berührung und dachte sich irgendwann: „Das kann alles kein Zufall sein.“

Als Versicherungskaufmann hatte er selbstverständlich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun. Doch gerade ältere Menschen und Kunden mit besonderen Anliegen fanden in ihm einen verantwortungsbewussten und sorgfältigen Berater. „Aber man muss authentisch sein. Ich mag Menschen einfach und nehme an ihrem Leben Anteil. Ich glaube, das merken meine Kunden. Viele werden schon seit Jahren von mir betreut und mit manchen haben sich sogar tiefere Bekanntschaften entwickelt.“

Welche Bedeutung haben für Sie die Pflegenetzwerke?

Die Idee sei ihm schon vor Jahren gekommen, meinte Herr Remelius, aber die Zeit sei noch nicht reif dafür gewesen. Einen endgültigen Impuls und den Ausschlag dafür gab die „Messe für pflegende Angehörige“, die er im Jahre 2016 mit seinem damaligen Geschäftspartner organisiert hatte. Es gab viele positive Rückmeldungen und auch viele Teilnehmer haben ihn bestärkt, dass es für solch ein Konzept Bedarf gab. Wie stark ein pflegender Angehöriger belastet ist und wie wichtig eine gute Absicherung ist, hat er dann in der eigenen Familie erfahren. Die Mutter seiner Lebensgefährtin war an Demenz erkrankt und gerade als Selbständige war es enorm schwierig für sie, alles unter einen Hut zu bringen. 

„Es gibt noch soviel Bedarf“

Natürlich gibt es schon viele Anlaufstellen in der Region. „Aber es gibt noch soviel Bedarf, besonders an außergewöhnlichen Unternehmen, die Nischen besetzen. Nicht zu vergessen – Pflege ist ein Thema, das nicht nur alte Menschen betrifft. Es kann uns alle betreffen, auch junge Menschen oder gar Kinder. Da fallen aber viele durch das Raster.“ Es hänge auch viel davon ab, in welchem Bundesland man lebe und ob man eher im Einzugsbereich einer Großstadt lebe oder eher im ländlichen Gebiet zuhause ist.

Er möchte mit den Pflegenetzwerken auf Unternehmen aufmerksam machen, die besondere Dienstleistungen anbieten. Aber auch eine Plattform zum Vernetzen untereinander. „Aktives Netzwerken bedeutet für uns: Unternehmen zusammenbringen, Kooperationen anzustoßen und neue Bereiche zu erschließen. Ideen nicht nur zu haben sondern sie auch umzusetzen.“

Als Lokalpatriot sei der der Region sehr verbunden. Schon alleine deswegen, will er sich regional beschränken. „Die Pflegenetzwerke sollen die Region bereichern und herausstellen, was wir alles im Bereich Pflege zu bieten haben.“   

Wir sind gespannt auf die Pflegenetzwerke, Herr Remelius, und werden Sie bei Ihrem Vorhaben begleiten!